Pandemie: Grippe-Schutz


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Roman: Die Virenjägerin
Die Vierenjägerin
Ein Pandemie-Roman


Vor normalen Grippen kann man sich recht gut schützen, vor allem im Vorfeld durch eine Impfung, aber heutzutage auch durch verschiedene Medikamente.

Impfung

Gegen bereits bekannte Influenza-Viren kann man sich impfen lassen.

Eine solche Impfung verhindert zwar nicht zu 100% eine Grippe-Erkrankung, aber wenn die Grippe doch ausbricht, verläuft sie meistens schwächer.

Alten Menschen, Ärzten, Krankenschwestern und anderen Leuten, die viel Kontakt zu Menschen haben, wird generell empfohlen, sich jeden Herbst gegen die aktuell zu erwartende Grippe impfen zu lassen.

Wenn ein neuer Virus entsteht, der eine Pandemie auslöst, dauert es etwa ein halbes Jahr, bis ein geeigneter Impfstoff entwickelt ist. Bis er für alle verfügbar ist, dauert es jedoch sehr viel länger.

Auch wenn eine Impfung gegen die Menschengrippe nicht gegen den Vogelgrippe-Erreger schützt, verhindert sie doch, dass sich ein Mensch mit beiden Erregern infiziert und dadurch zu einer möglichen Brutstätte für den neuen Pandemie-Erreger wird. Daher macht es durchaus Sinn, sich gegen Grippe impfen zu lassen.

Regelmässige Grippeschutzimpfungen können übrigens möglicherweise einen generellen Schutz gegen Grippe aufbauen, sodass sie auch bei einer neuen Grippevariante einen gewissen Schutz bedeuten. Solch ein Schutz wäre zwar nicht so stark wie bei einer zum Virus passenden Impfung, könnten jedoch den Verlauf deutlich abmildern. Das könnte eventuell den Unterschied zwischen Tod und Leben bedeuten. Insofern können wiederholte Grippe-Schutzimpfungen durchaus nützlich sein, über die Nützlichkeit gegen die jeweils aktuelle Grippewelle hinaus.

Neuraminidasehemmer

Den Ausbruch einer Grippe kann auch eine neuartige Gruppe von Medikamenten verhindern. Es handelt sich um die sogenannten Neuraminidasehemmer. Das sind Stoffe, die, vereinfacht gesagt, verhindern, dass die Neuraminidase, ein Teil des Grippevirus, sich an den menschlichen Zellen andocken kann.

Zur Zeit gibt es zwei verschiedene Wirkstoffe, die dazu in der Lage sind:

Oseltamivir (Produkt: Tamiflu) und Zanamivir (Produkt: Relenza).

Diese Medikamente wirken nur, wenn man sie vor Ausbruch der Grippe einnimmt oder ganz am Anfang der Erkrankung. Sie verhindern dann den Ausbruch bzw. lindern den Verlauf.

Ein Heilmittel im üblichen Sinne sind sie nicht.

Neuraminidase-Hemmer sind verschreibungspflichtig und werden von den Krankenkassen nicht zur Vorbeugung erstattet.

Wenn man sich mit Neuraminidase-Hemmern ausstatten will, um im Fall der Fälle besser vor der Grippe geschützt zu sein, muss man also zunächst einen Arzt davon überzeugen, dass man diesen vorbeugenden Schutz braucht. Die meisten Ärzte sehen das nicht ein und sind oft auch so davon geblendet, dass die Mittel nicht von der Kasse bezahlt werden, dass sie eine Verschreibung der Mittel ablehnen. Wenn man als Privatpatient auftritt und erkennbar genügend Fachwissen mitbringt, um dem Arzt klarzumachen, dass man den Unterschied zwischen einer Influenza und einem grippalen Infekt erkennen kann (plötzlicher Beginn, schwerer Verlauf), dann gelingt es einem möglicherweise, dass der Arzt solch ein Medikament vorbeugend verschreibt.

Eine Packung mit 10 Kapseln Tamiflu kostet beispielsweise etwa 35 Euro und reicht für eine Person bei einmaliger Ansteckungsgefahr.

Manche Grippeviren sind jedoch immun gegen Neuraminidase-Hemmer, sodass man selbst bei Vorhandensein von Neuraminidase-Hemmern nicht ganz sicher sein kann, dass man von einer Pandemie-Grippe verschont bleibt.

Schutzmasken - Atemschutzfilter

Ein wichtiges Mittel zum Schutz gegen eine Infektion stellen Masken dar, die man sich über Mund und Nase bindet.

Einfache Masken, wie man sie auch für staubige Handwerksarbeiten verwendet, oder solche, die man als Besucher auf Intensivstationen benutzt, können die kleinen Grippeviren jedoch nicht ausreichend abhalten.

Daher braucht man am besten spezielle medizinische Schutzmasken, die auch gegen Grippeviren schützen können.

Für den halbwegs sicheren Schutz gegen Grippeviren braucht man einen Atemschutzfilter der Klasse P3. Manchmal werden solche Masken auch als Typ FFP3 bezeichnet.

Solche Schutzmasken bekommt man nicht überall. Selbst in Apotheken muss man sie meistens bestellen, weil meist nur Notbestände für das Personal vorrätig sind.

Am besten ist es also, wenn man sich schon in ruhigen Zeiten solche Schutzmasken anschafft, denn wenn eine Pandemie erst einmal grassiert, dürfte es schwierig sein, diese guten Masken zu bekommen.

Da sich eine Pandemie eine Weile hinziehen kann, braucht man mehrere dieser Masken, sofern man viel unter Menschen sein muss. Bei regelmässigen menschlichen Kontakten braucht man etwa 40 bis 60 Masken, um immer gut geschützt zu sein. Alternativ dazu meidet man Menschenansammlungen in dieser Zeit und kommt dann mit deutlich weniger Masken aus.

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